Wohlbefinden und Lichtquellen

Licht beeinflusst unser Wohlbefinden

Beleuchtungsstärken werden in Lux gemessen und lassen sich somit vergleichen. Während ein klarer Sommertag eine Lichtstärke von etwa 100.000 Lux besitzt, kommt ein trister, bewölkter Novembertag auf lediglich 6.000 Lux. Dass somit im Herbst und Winter verstärkt auf künstliche Lichtquellen zurückgegriffen werden muss, liegt folglich in der Natur der Sache. Die Planung und Berechnung von Beleuchtungsanlagen in Österreich folgt dabei viel zu häufig dem simplen Credo: „Man benötigt Licht, um zu sehen.“, was im Kern selbstverständlich völlig korrekt ist. Allerdings vernachlässigt dieser Ansatz sämtlichen nichtvisuellen Einfluss, den Licht auf unsere Befindlichkeit hat. So wirkt sich dieses unmittelbar auf die menschliche Gesundheit aus und beeinflusst so erwiesenermaßen in vielerlei Hinsicht unser Befinden.

Die Bedeutung künstlicher Lichtquellen

Die heutigen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten sorgen dafür, dass sich Menschen immer weiter von diesem dargestellten klassischen Tag-Nacht-Rhythmus lossagen. Ein Großteil des Tages halten wir uns, sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder in unserer Freizeit, in geschlossenen, künstlich-beleuchteten Räumen auf. Ein solcher Mangel an natürlichem Licht verschiebt unsere innere Uhr. Im Herbst und Winter gehen zahlreiche berufstätige Menschen aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist, und kommen nach Hause, wenn es wieder dunkel wird. Ein Umstand, der die Bedeutung von künstlicher Beleuchtung mit biologischer Wirkung unterstreicht. Diese stellt eine sinnvolle Alternative dar, um den so wichtigen Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren und gesundheitsschädliche Entfremdung zu verhindern.

Optimale künstliche Beleuchtung

Biologisch wirksame Beleuchtung orientiert sich am dynamischen Verlauf des Tageslichts, was dem Biorhythmus und dem Wohlbefinden des Menschen zuträglich ist. So wirken kühlere Lichtfarben und hohe Beleuchtungsstärken am Morgen aktivierend und hemmen dabei die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Ergo, der entsprechende Arbeitnehmer startet produktiver und vitaler in den Tag. Eine Lichtstimmung, die zudem geeignet ist, um die Produktivität im sogenannten „Mittagstief“ zu steigern.